4 Minuten Lesezeit | 3. März 2026

Globale SVOD-Dienste bieten globale Content-Erlebnisse

Content-Entwicklung Content-Distribution

Zusätzlich zur Umwandlung wie wir fernsehen, hat das Streaming auch verändert, was wir sehen. Es hat nicht nur dem Publikum die Kontrolle über seine Fernsehprogramme gegeben, sondern auch die Türen zu einer Fülle globaler Inhalte geöffnet, die das traditionelle, lokale Fernsehen niemals bieten könnte. Und was vielleicht noch wichtiger ist: Das Publikum stimmt mit seiner Fernbedienung für diese Vielfalt.

Streaming ist mittlerweile die dominierende TV-Option für Zuschauer in denUSA1 und hat sich zu einem international bedeutenden Medium entwickelt. Obwohl sie ihren Ursprung in den USA haben, sind beispielsweise die fünf globalen SVOD-Dienste, die im Gracenote Data Hub verfolgen, mehr globale Inhalte als US-Inhalte an: Nur 42 % der von ihnen verbreiteten Programme wurden in den USA produziert, was einem Rückgang von 45 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zusammen genommen machen Inhalte aus neun anderen Ländern nun einen größeren Anteil an der Gesamtverbreitung aus als die USA.

Die große Diversifizierung der Inhalte

Zwar bieten alle Anbieter eine Vielzahl von Inhalten aus Ländern auf der ganzen Welt an, doch Netflix und Amazon Prime Video haben das größte Angebot, da nur 31,9 % bzw. 41,9 % ihres Katalogs aus US-Inhalten bestehen. Bemerkenswert ist vielleicht auch, dass beide Prozentsätze im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind (von 32,4 % bzw. 45,2 %).

Ungeachtet der geografischen Trends verlangsamt sich die Produktion von US-Inhalten nicht. Im ersten Quartal 2026 stehen den Fernsehzuschauern dieser fünf Dienste 13 % mehr US-Inhalte aus den Bereichen Fernsehserien, Sportprogramme und Filme zur Auswahl als noch vor einem Jahr. Die insgesamt geringere Konzentration auf US-Inhalte spiegelt einen deutlichen Anstieg der Inhalte aus anderen Ländern wider, insbesondere aus Japan und Südkorea.

Inhalte aus Japan machen mittlerweile mehr als 6 % aller Inhalte bei globalen SVOD-Anbietern aus.

Unter allen Ländern hat Japan den größten Anstieg an verfügbaren Inhalten bei globalen SVOD-Anbietern bewirkt und macht nun 6,1 % aller Inhalte aus, gegenüber 3 % vor einem Jahr. Netflix hat die größte Konzentration an japanischen Inhalten, die von 6,5 % vor einem Jahr auf 9,5 % gestiegen sind. Amazon Prime Video hat jedoch im vergangenen Jahr mehr als 3.600 japanische Titel hinzugefügt, mehr als jeder andere Anbieter. Angesichts des riesigen Katalogs von Amazon Prime Video machen japanische Inhalte jedoch nur 6,1 % des Gesamtangebots aus. 

Auch Indien spielt bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. Inhalte aus Indien machen mittlerweile 6,6 % der weltweiten SVOD-Bibliotheken aus, gegenüber 5,5 % im Vorjahr. Insbesondere Amazon Prime Video hat seine Investitionen in indische Geschichtenerzähler drastisch erhöht und allein im letzten Jahr 60 % mehr Titel in seine Bibliothek aufgenommen.

Globale Inhalte wecken das Interesse der Zuschauer

Bei dieser Veränderung geht es nicht nur darum, Bibliotheksräume zu füllen, sondern um narrative Vielfalt. Geografisch vielfältige Inhalte bringen eine neue Bandbreite an Erzähltechniken und sozialen Dynamiken mit sich, die bei einem globalisierten Publikum Anklang finden. 

Sie sorgen auch für hohe Zuschauerzahlen.

Im Laufe des Jahres 2025 enthielten die Top-10-Listen Nielsenregelmäßig mindestens eine Originalserie aus dem Ausland. Von der australischen Erfolgsserie Bluey (seit zwei Jahren das meistgestreamte Programm) bis hin zu europäischen Hits wie Cassandra (Deutschland) und The Glass Dome (Schweden) ist das Interesse an internationalen Perspektiven enorm.

Da sich die CTV-Landschaft weiterentwickelt, ist der „Herkunftsort“ einer Produktion weniger wichtig als die Qualität der Geschichte. Wir sind in eine Ära der „kulturreichen“ Fülle eingetreten, in der ein Zuschauer in New York genauso von einem Thriller aus Argentinien fasziniert sein kann wie von einer Sitcom aus Hollywood.

Um diesen Appetit zu stillen, stellen einige der größten Namen im Bereich Streaming-Video geografisch vielfältige Inhalte in den Vordergrund. Das Ergebnis ist eine Fülle an narrativer Vielfalt, reich an einer Vielzahl von Erzähltechniken und vielfältigen sozialen Dynamiken.

Weitere Informationen finden Sie im Gracenote Data Hub.

Hinweis

  1.  Im Januar 2026 machte Streaming 47 % der gesamten TV-Nutzung aus, mehr als Kabel und Rundfunk zusammen: NielsenThe Gauge.

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