Lesezeit: 4 Minuten | 14. April 2026

KI kann die Suche nach Inhalten verbessern, aber nicht, wenn die Menschen ihr nicht vertrauen

Künstliche Intelligenz Inhaltserkennung

Die moderne TV-Landschaft steht vor einem Problem. Die Menschen zahlen für immer mehr Dienste, haben aber Schwierigkeiten, etwas Passendes zum Anschauen zu finden. Das hat nicht nur klare finanzielle Auswirkungen, sondern trübt auch das allgemeine Fernseherlebnis der Verbraucher.

Angesichts der Informationsflut hat generative KI (GenAI) das Potenzial, Menschen besser mit dem zu verbinden, wonach sie suchen. Derzeit misstrauen die Verbraucher jedoch den Ergebnissen, die GenAI liefert. Dies stellt eine wesentliche Hürde dar, die Publisher überwinden müssen, um hochwertige Inhaltserlebnisse der nächsten Generation zu gewährleisten.

Heute zahlen 53 % der Amerikaner für vier oder mehr Streaming-Dienste, doch ebenso viele geben an, dass die Fülle an verfügbaren Inhalten und Diensten mittlerweileüberwältigend geworden ist1. Auf dem Papier scheinen große Sprachmodelle (LLMs), die die Triebkraft hinter GenAI sind, der ideale Wegweiser für Verbraucher zu sein, die versuchen, sich in der zunehmenden Fragmentierung des TV-Angebots zurechtzufinden. Da jedoch 75 % der Amerikaner die Ergebnisse von KI-Chatbots wie ChatGPT auf ihre Richtigkeit überprüfen, müssen LLMs noch einiges leisten, um ihren Wert unter Beweis zu stellen – insbesondere, wenn sie in die TV-Dienste integriert werden, für die sie bezahlen.

Die schwerwiegenden Folgen von Halluzinationen

Bei einer zwanglosen (und kostenlosen) Informationssuche sind falsche und unvollständige Ergebnisse eines Chatbots nur ein kleines Ärgernis, und die meisten Verbraucher wissen, dass KI Antworten erfindet, wenn sie die Wahrheit nicht kennt (d. h. „Halluzinationen“). Bei einem kostenpflichtigen TV- oder Streaming-Dienst sind ihre Erwartungen jedoch deutlich höher, und schlechte Erfahrungen können dazu führen, dass sie den Dienst kündigen, da die Verbraucher den Wert der einzelnen Dienste, für die sie bezahlen, abwägen.

Das Problem mit den Inhalten ist real. Tatsächlich wissen nur 15 % der Menschen genau, was sie sehen möchten, wenn sie ihren Fernsehereinschalten¹. Infolgedessen steigt die Zeit, die damit verbracht wird, etwas Passendes zu finden: durchschnittlich 14 Minuten. 

Angesichts der ständig wachsenden Menge an verfügbaren Inhalten ist es leicht nachvollziehbar, warum die Suchzeiten immer länger werden. Neben dem umfangreichen Programmangebot der traditionellen Fernsehsender (MVPDs und vMVPDs) Gracenote folgende Erfolge Gracenote :

Und die Streaming-Kataloge werden nur noch weiter wachsen. Im vergangenen Jahr beispielsweise haben die fünf Streaming-Dienste, die im Gracenote Data Hub erfasst wurden, ihre Kataloge um insgesamt 20 % erweitert. In ähnlicher Weise haben globale FAST-Kanäle ihre Kataloge um fast 15 % erweitert.

KI und die Zukunft der Unterhaltung

Angesichts dieser Zersplitterung kann KI Abhilfe schaffen – selbst bei skeptischen Verbrauchern. Ungeachtet der Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit geben fast sechs von zehn Menschen an, dass KI das Potenzial hat, ihre bevorzugte Quelle für Unterhaltungsinformationen zu werden, oder dass sie dies bereits ist. Und im Durchschnitt glauben 66 %, dass KI für ein gutes Unterhaltungserlebnis sehr oder äußerst wichtig sein wird.

In der Unterhaltungsbranche wissen Anbieter und Content-Anbieter, dass ihre Kunden nicht bei jeder Suchanfrage innehalten und diese überprüfen wollen. Sie wissen auch, dass das Risiko von Kündigungen real ist. Laut „Broadband TV News“ lag die durchschnittliche Abwanderungsrate bei den großen Streaming-Anbietern im vergangenen Jahr bei 5,5 %, gegenüber 2 % im Jahr 2019.

Die Überbrückung der Vertrauenslücke gegenüber den Verbrauchern ist ein zentrales Wertversprechen, und LLMs, die auf branchenüblichen Daten basieren, gewährleisten zeitnahe und präzise Nutzererlebnisse, die zudem in höchstem Maße personalisiert sind – ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Suchinfrastrukturen.

Die Einführung von GenAI ist unausweichlich. Die Vorteile einer Schnittstelle in natürlicher Sprache sind zu groß, um sie zu ignorieren, während sich die TV-Landschaft weiter fragmentiert. Aus dieser Perspektive betrachtet ist es sehr gut möglich, dass die Gewinner im Streaming-Krieg nicht diejenigen sind, die über die meisten Inhalte verfügen, sondern diejenigen, die dafür sorgen, dass die richtigen Zuschauer diese Inhalte auch finden können.

Laden Sie unseren Bericht „TV-Suche und -Entdeckung im Zeitalter der KI“ herunter, um weitere Einblicke zu erhalten.

Hinweis

  1. Gracenote Umfrage unter Streaming-Nutzern 2025

Neueste Erkenntnisse

TV-Suche und -Entdeckung im Zeitalter der KI

Die Art und Weise, wie Menschen nach Informationen suchen, verändert sich, und dies könnte ihnen helfen, sich in einer zunehmend fragmentierten TV-Landschaft zurechtzufinden. Ohne die richtigen Daten wird künstliche Intelligenz (KI) jedoch lediglich bestehende Vorurteile verstärken: Man kann ihr nicht trauen. Da KI mittlerweile in viele andere Tools integriert ist, die Menschen zur Informationssuche nutzen, hat die Nutzung …

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